In unserem Podcast erwähnen wir, dass wir nebenberuflich verschiedene ebooks und Taschenbücher über amazon verkaufen. Das macht zum Einen Spaß und zum Anderen erhöht das Ganze natürlich auch unser verfügbares Einkommen. 

In diesem Beitrag soll es vorwiegend um das Thema „Steuern“ im Bereich Amazon KDP  gehen. Wir selbst haben für den Verkauf unserer Bücher ein Gewerbe angemeldet. D.h. die Frist zur Abgabe unserer Steuererklärungen läuft bis zum 31.05. des Folgejahres.

Warum ein Beitrag zum Thema Steuern Amazon KDP?

Wir möchten vorab darauf hinweisen, dass dieser Beitrag keine Steuerberatung ist oder diese ersetzt. Er schildert lediglich unseren Weg, unsere Meinung und unsere Erfahrung. Empfehlen dürfen wir an der Stelle nichts: Wir sind keine Steuerberater. Allerdings sind wir der Meinung, dass es nicht unbedingt einen Steuerberater dafür braucht. Man kann das Ganze auch selbst in Eigenregie machen

Allerdings stört es uns etwas, dass es in Beiträgen zum Thema „Kindle Business“ bzw. „Amazon Selfpublishing“ immer wieder heißt, man solle sich auf seine Stärken fokussieren und das Thema an einen Steuerberater outsourcen.

Ja, wir haben auch die Bücher von Robert Kiyosaki gelesen,… ja, wir kennen die Aussagen wie „Du brauchst ein starkes Team“, „Mach nicht alles alleine“, „Outsource das, was nicht deine Kernkompetenz ist“. Allerdings sind wir der Meinung, dass es in diesem Fall mit einer gesunden Portion Pragmatismus und ein bisschen Sachverstand auch relativ schnell getan ist.

So schwer ist das Thema nämlich gar nicht. Zudem muss man  den Steuerberater auch „geistig abholen“, den Upload für sein Steuerprogramm nutzen, etc. . D.h. ganz ohne „Mitarbeit“ geht auch dann nicht, wenn man das Ganze outsourct. Einfach die Rechnung „rüber werfen“ funktioniert da nicht.

Zudem hat unsere eigene Marktrecherche für unsere persönliche Konstellation ergeben, dass eine Steuererklärung über den Steuerberater einen durchaus nicht zu verachtenden vierstelligen Betrag verschlingt. Da war uns klar: Die Steuererklärung für Amazon KDP machen wir selbst. 

Aus unserer Sicht gibt es drei Bereiche zu beachten:

  • Abgabe der „normalen“ Einkommenssteuer-Erklärung mit Angaben zum Gewerbebetrieb
  • Abgabe der Umsatzsteuererklärung für Amazon KDP
  • Die Zusammenfassende Meldung für Amazon KDP

Steuererklärung Amazon KDP

Wir selbst haben unsere Einkommensteuer-Erklärung mit dem „Steuersparer 2020“ gemacht. Das Programm heißt wirklich so, gilt aber für das Steuerjahr 2019.

D.h. wir haben die Steuererklärung ohne Steuerberater gemacht. Den „Steuersparer“ gibt’s jedes Jahr am Anfang des Jahres für 4,99€ beim Lidl – meist verbirgt sich eines der besten Steuer-Programme des Jahres unter dieser Eigenmarke. Wir machen damit seit mehreren Jahren unsere Steuererklärung und können dir dieses wirklich ans Herz legen. Wenn du die Steuererklärung selbst machst, sind diese 4,99€ gut investiert.

In diesem Programm wird man per Interview-Modus durchgeführt, bei den Angaben zum Gewerbebetrieb folgt dann die Steuererklärung für Amazon KDP.

Voraussetzungen für die Steuererklärung

Eines vorab – wir gehen hier von folgenden Voraussetzungen aus:

  1. Du hast einen Gewerbebetrieb angemeldet und auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet.
    Diese macht beim Verkauf von ebooks und Taschenbüchern über amazon nämlich keinen Sinn. Oder anders: Mit der Kleinunternehmerregelung zahlst du bei Amazon KDP drauf! Siehe hierzu den Beitrag auf selfpublisherbibel.de
  2. Du erstellst unterjährig sog. Pseudo-Rechnungen an Amazon für deine erhaltenen Einnahmen. Ein Beispiel dafür findest du >>hier<<
  3. Du hast die Belege für deine Einnahmen und Ausgaben (digital) abgelegt, nummeriert und in einer EÜR (Einnahmen-Überschuss-Rechnung) aufgelistet. Wir nutzen dazu eine Vor-Formatierte Excel-Tabelle. Falls du diese auch nutzen willst, kannst du dir die Vorlage >>hier<< herunterladen.

Die Einnahmen

Wenn diese Vorarbeit erfolgt ist, ist die Steuererklärung für Amazon KDP mit dem Steuersparer relativ einfach.

Bei den Einnahmen ist die Summe der Einnahmen aus Amazon KDP aus der Einnahmen-Spalte der EÜR anzugeben.  Im Steuersparer geben wir das Ganze in der Spalte "Umsatzsteuerfreie, nicht umsatzsteuerbare Betriebseinnahmen sowie Betriebseinnahmen, für die Umsatzsteuer der Leistungsempfänger nach §13b UStG schuldet". (Hinweis: Die 10.000€ sind nicht unsere tatsächlichen Einnahmen. Das ist eine beispielhafte Zahl.)

Bei den Tantiemeneinnahmen aus Amazon KDP ist es nämlich in der Tat so, dass die Umsatzsteuer auf die Einnahmen von Amazon selbst geschuldet wird. Hier greift das sog. Reverse-Charge-Verfahren. Daher schreibst du auf deine oben unter Nr. 2 genannten Pseudo-Rechnungen auch den folgenden Hinweis mit auf die Rechnung : "Gemäß dem Reverse-Charge-Verfahren bzw. gemäß Artikel 21.1(b) der 6. EU-Richtlinie bzw. §13b UStg. ist der Empfänger dieser Dienste verpflichtet, Mehrwertsteuer für diesen Dienst zu zahlen (Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers)"

Die Ausgaben

Bei den Betriebsausgaben ist es bei uns ähnlich einfach: Wir haben eigentlich nur zwei Arten von Leistungen:

  • Dienstleistungen / Fremdleistungen z.B. Cover-Designer, Texter und Kosten für externe Marketing-Agenturen
  • Werbekosten für sog. PPC-Werbung direkt auf der Plattform Amazon.de um unsere Verkäufe zu steigern
  • Abziehbare Vorsteuer (z.B. die Ust, welche in der Rechnung der Werbekosten ausgewiesen wird)

Die Kosten unserer bezahlten Dienstleistungen tragen wir als Gesamtsumme aus der EÜR in das Feld "Bezogene Leistungen ein.

 

Die Werbekosten in das Feld "Werbekosten" und die abziehbare Vorsteuer in das Feld "Gezahlte Vorsteuerbeträge".

Damit ist die Einkommensteuererklärung für Amazon KDP im Prinzip schon abgeschlossen.

Unsere Meinung zur Einkommenssteuererklärung für Amazon KDP

Die größte Arbeit hat uns persönlich dabei eher das unterjährige Ausstellen der Pseudo-Rechnungen an Amazon sowie das gewissenhafte führen der EÜR und das Ablegen der zugehörigen Belege gemacht. Das Ausfüllen der Steuererklärung war dann nicht das große Thema. 

Die Einkommensteuererklärung haben wir am 10.April aus dem Steuersparer digital (mittels sog. Elster-Zertifikat) abgeschickt. Belege per Post haben wir diesmal nicht mitgeschickt. In den Vorjahren wurden wir darauf hingewiesen, Belege nur nach Aufforderung einzureichen. Also haben wir das jetzt genau so gemacht. Wir halten dich auf dem Laufenden, sofern wir Rückfragen und /oder einen Bescheid von unserem Finanzamt dazu bekommen.

Hinweis zur Übermittlung der Steuererklärung:

Bevor wir ein Gewerbe hatten, waren wir da etwas old-school und haben die Steuererklärung immer per Post mit den Belegen weggeschickt. Wenn man ein Gewerbe hat, ist man jedoch zur elektronischen Übermittlung der Steuererklärung verpflichtet. Der Prozess zur Beantragung dauert ein bisschen, es gibt eine Email mit Aktivierungslink und einen Brief mit Aktivierungscode. Daher am besten ein paar Wochen vor dem Abschicken der Erklärung auf elster.de beantragen.

Aber wir sind noch nicht ganz fertig mit dem Thema Steuern: nächster Schritt die Umsatzsteuererklärung Amazon KDP.

Umsatzsteuererklärung Amazon KDP

Eines Vorweg: Wir haben für das Jahr 2019 keine Umsatzsteuervoranmledung  für unsere Amazon KDP Einnahmen durchgeführt.

Die Umsatzsteuervoranmeldung - notwendig oder nicht?

Wir haben dem Finanzamt Anfang 2019 per Brief mitgeteilt, dass unsere voraussichtliche Umsatzsteuerzahllast (= Höhe der Umsatzsteuer, den wir dem Finanzamt schulden) unter 1.000€ pro Jahr beträgt und wir aus diesem Grund keine Umsatzsteuervoranmeldung für unsere Amazon KDP Einnahmen abgeben. Hintergrundinformationen hierzu findest du bspw. hier: https://www.betriebsausgabe.de/magazin/grenzen-fuer-abgabe-und-anmeldezeitraeume-der-umsatzsteuervoranmeldung-angehoben-4138/

Umsatzsteuerzahllast bei Amazon KDP: In unserem Fall wird es mit den Einnahmen via Amazon KDP so sein, dass wir eine sog. negative Zahllast haben. D.h. wir bekommen noch Geld vom Finanzamt durch die Umsatzsteuererklärung zurück. Genial, oder? Mehr dazu kannst du weiter unten lesen.

Wir hatten in dem Schreiben explizit darum gebeten uns mitzuteilen, falls unser Vorgehen nicht in Ordnung ist. Auf dieses Schreiben kam keine Antwort, daher haben wir im Laufe des Jahres 2019 keine Umsatzsteuervoranmeldung abgegeben. D.h. wir müssen nur im Jahr 2020 eine sog. Umsatzsteuererklärung für unsere Amazon KDP Einnahmen abgeben.

Das muss aber nicht heißen, dass das bei dir auch so sein kann...

Ein Freund von uns veröffentlicht auch eBooks und Taschenbücher auf amazon. Er wohnt in einem anderen Landkreis (d.h. anderes Finanzamt ist zuständig) ca. 20 Autominuten von uns entfernt. Ihn hat das Finanzamt angemahnt, dass er doch in 2019 bitte unterjährig vierterjährlich ein Umsatzsteuervoranmeldung abgeben muss. Das hat er auch tatsächlich gemacht. Und die Höhe der vorangemeldeten Umsatzsteuer war immer genau 0 Euro. Ab 2020 wurde ihm dann erlaubt das ganze auf jährlich umzustellen.

Die Umsatzsteuererklärung

Bei der Umsatzsteuererklärung hilft der "Steuersparer" vom Lidl nicht mehr weiter. Wir haben die Umsatzsteuererklärung über www.elster.de gemacht. Dazu benötigst du das sog. Elster-Zertifikat, welches du auch zur elektronischen Abgabe deiner Steuererklärung aus dem "Steuersparer" genutzt hast.

Dazu wählst du "Formulare & Leistungen - Alle Formulare" aus und tippst ins Filterfenster "Umsatzsteuer" ein. Dann klickst du auf "Umsatzsteuererklärung":

Die persönlichen Angaben wie Steuernummer und Anschrift sind selbsterklärend. Wir wollen hier lediglich darstellen, welche Felder wir mit welchen Werten befüllt haben und weshalb wir das so gemacht haben.

Betriebsausgaben aus dem EU-Ausland (Reverse-Charge 1)

Wir müssen zugeben, das hier war der Punkt an dem wir während der Umsatzsteuererklärung durchaus ins Straucheln gekommen sind. Können wir das wirklich selber? Nicht doch lieber ein Steuerberater?

Aber nachdem wir das Ganze einmal raus hatten war klar, dass das vorherige Gezetere, Gemotze, Gefluche und Genörgel mehr Zeit und Energie in Anspruch genommen hat als die eigentliche Arbeit. Das gibt man nicht gerne zu. Wir wollen hier jedoch transparent sein und dich dazu ermutigen, es durchaus auch mal selbst zu versuchen.

 

Was gibt es hier nun konkret zu tun?

Wir arbeiten im Bereich "Marketing" mit Unternehmern aus Österreich zusammen. Bei Rechnungsstellung steht dann folgender Satz auf der an uns gerichteten Rechnung:

"Übergang der Steuerschuld auf den Leistungsempfänger, steuerfrei nach § 19 (1) UStG"

Das bedeutet, wir als Leistungsempfänger müssen Steuern darauf zahlen? Wirklich? Das war für uns zu zunächst ziemlich unverständlich.

Auf rechnungswesen-portal.de haben wir hierzu folgendes Beispiel gefunden (Den Artikel dazu kannst du >>hier<< nachlesen, wenn du willst.):

Ein Unternehmen in Deutschland braucht Hilfe mit einer neuen Software. Dazu wendet es sich an ein österreichisches IT-Unternehmen. Dieses leistet Beratung und programmiert.

Die Rechnung darf keine Umsatzsteuer enthalten. Zwingend erforderlich ist der Hinweis: "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers“. Das Unternehmen in Deutschland schlägt die deutsche Umsatzsteuer auf, deklariert den Betrag dem Finanzamt und zieht die Steuer bei der Vorsteuer wieder ab. Für den Sachverhalt spielt es keine Rolle, ob die Experten aus Österreich vor Ort in Deutschland arbeiten. Die Regelung gilt auch für Werklieferungen aus dem EU-Ausland.

 

Was bedeutet das jetzt?

Das Ganze scheint für uns so eine Art "Rein-Raus-Rechnung"zu sein. Wir müssen die Umsatzsteuer auf der einen Seite draufschlagen, diese dann aber als Vorsteuer wieder abziehen. (Hinweis: Die Vorsteuer ist die Steuer, welche wir auf Rechnungen von Lieferanten oder Dienstleistern bezahlen müssen).

Jetzt kommt die große Frage: Wie genau funktioniert das und wie trägt man das in die Umsatzsteuererklärung für Amazon KDP auf elster.de ein?

 

Welcher Werte sind dafür anzusetzen und wo müssen diese eingetragen werden?

Wir haben nach einem Zahlenbeispiel (mit Buchungssatz) gesucht und  >>auf dieser Seite eines Steuerberaters<< folgendes Beispiel gefunden:

Lass dich von Worten wie "SKR03" oder den Nummernkonten nicht abschrecken: Brauchen wir nicht und alles halb so wild!

Hier geht es zwar um die Felder in der USt-VA (=Umsatzsteuervoranmeldung). Das lässt sich aber genauso gut auf die Umsatzsteuererklärung übertragen.

Für uns bedeutet das nun folgendes:

  1. Durchsicht aller erhaltenen Rechnung aus 2019: Welche stammt aus dem EU-Ausland mit dem Hinweis "Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers". Nur diese sind relevant!
  2. Aufsummierung der unter 1 ermittelten Rechnungsbeträge.
  3. Eintragung in die Umsatzsteuererklärung Amazon KDP.

Das klingt aufwändig und nach wenig Spaß. Klar, das macht auch keinen Spaß. Wir hatten für 2019 ca. 200 Rechnungen zum durchsehen: Nach 30 Minuten war die Arbeit getan... also halb so schlimm.

Wo sind die Werte einzutragen?

Die Summe der unter 1 ermittelten Beiträge ist in diesem Beispiel 6980€ (Feld 100 - 846). Darauf 19% ergibt 1326,29€ (Feld 100 - 847).  Dies haben hier wie hier dargestellt eingetragen.

Danach wird die gleiche Zahl in Feld 126 eingetragen. Der Wert in Feld 122 erläutern wir weiter unten.

 

Betriebseinnahmen Amazon KDP aus der EU (Reverse-Charge 2)

Die Einnahmen aus den Tantiemen von Amazon KDP haben wir im Feld 107-209 im Bereich "Ergänzende Angaben zu den Umsätzen" eingetragen. Hier der beispielhafte Wert von 66.895€

Hier hat unsere Recherche ein widersprüchliches Bild ergeben. Einige Selfpublisher scheinen in ihrer Umsatzsteuererklärung die Umsätze gar nicht anzugeben. Unser Freund, der 20 Minuten weiter wohnt und die Umsatzsteuer-Voranmeldung machen musste, hat sich telefonisch vom Finanzamt erklären lassen, dass diese Art der Steuerfreien Umsätze nach §13b in eben dieses Feld einzutragen sind.

Wir lehnen uns nun mit der Meldung an seine Auskunft an. Keine Gewähr dafür, dass dies richtig ist. Aber zumindest haben wir einen Erfahrungswert. Das genügt uns an der Stelle und damit können wir arbeiten.

Unsere persönliche Meinung: Dieser Wert ist "nur" ein nachrichtlicher Wert. D.h. das Hinzufügen oder Weglassen des Wertes ändert nichts an der Höhe der Umsatzsteuererklärung. Der Vorwurf, dadurch eine Art der (un)bewussten Steuerhinterziehung zu begehen steht somit also nicht im Raum. Dennoch war es uns wohler dabei, den Wert zumindest irgendwo anzugeben.

Abziehbare Vorsteuer

Hier hilft wieder die Einnahmen-Überschuss-Rechnung aus Excel, welche wir dir weiter oben im Text zum Download verlinkt haben. Dann kann der Wert nach Erfassung aller Ausgaben ganz simpel abgelesen werden. Dieser Wert wird dann einfach in das Feld 11-122 übernommen, welches zwei Screenshots weiter oben abgebildet ist.

Ergebnis und Fazit

Die Herleitung und Berücksichtigung der anzuwendenden Reverse-Charge-Regelung bei den Betriebsausgaben war gefühlt etwas fummelig. Zudem Bestand hier und da Unsicherheit, ob die Werte in die richtigen Felder eingetragen wurden.

Die Rücksprache und Recherche dazu hat uns jedoch Sicherheit gegeben und wir haben die Umsatzsteuererklärung für unsere Amazon KDP Einnahmen am 11.04.2020 genau so wie dargestellt elektronisch übermittelt.

Zusammenfassende Meldung für Amazon KDP

Man könnte ja meinen mit der Umsatzsteuererklärung für Amazon KDP sei es getan. Nicht ganz.

Jetzt fehlt noch die Zusammenfassende Meldung.

Da fragt man sich erstmal:

  • Was ist das?
  • Warum braucht man das?
  • Wie macht man das?

Nach unserem Verständnis ist das eine verpflichtende Meldung, sofern Umsätze dem Reverse-Charge-Verfahren unterliegen, damit EU-weit geprüft werden kann ob der entsprechende Steuerschuldner die Steuer auch korrekt ans Finanzamt abführt. Mehr Details liefert bspw. dieser Link: https://debitoor.de/lexikon/zusammenfassende-meldung

Was ist zu tun?

Viel zu tun gibt es hier nicht. Unter elster.de einloggen -> "Formulare & Leistungen" -> "Alle Formulare" nach "Zusammenfassende Meldung" Filtern und dann auswählen. Dann die Umsatzsteuer-ID und das Steuerjahr der Meldung eintragen. Wir haben die Zusammenfassende Meldung am 11.04.2020 für das komplette Kalenderjahr 2019 gemacht.

Die Meldung enthält eine Zeile mit der UST-ID-NR von Amazon Luxemburg LU20944528 sowie die Höhe der Einnahmen aus Amazon KDP (Achtung: Nur die EU-Einnahmen, nicht Einnahmen von NON-EU-Plattformen wie z.B. Amazon.com).

Das war es schon. Damit ist die Zusammenfassende Meldung für Amazon KDP abgeschlossen. Einfach elektronisch verschicken. Fertig.

Das Ergebnis sieht bei uns wie folgt aus und klingt erstmal erfreulich. Wir rechnen bei der Umsatzsteuererklärung im Jahr 2020 mit einer Rückerstattung 😀

Deine Meinung?

Wenn du das gelesen bis hierhin hast: Was denkst du zum Thema Steuererklärung für deine Amazon KDP Einnahmen? Wirst du es selbst versuchen? Oder ist dir das Ganze zu kompliziert und du lässt es lieber einen Fachmann machen? Hinterlasse uns gerne einen Kommentar mit deiner Meinung dazu.

 

 

 

    2 replies to "[HowTo] Umsatzsteuererklärung Amazon KDP & Zusammenfassende Meldung Amazon KDP selber machen"

    • Marc

      Hallo,

      vielen Dank für den tollen Beitrag. Für Anfänger sicherlich super interessant. Ich würde gerne noch etwas mehr über das Elster Zertifikat erfahren. Woher und wie nutze ich das? Auch in Sachen USt. ID sind noch Fragen offen. Braucht man die? Wie lange dauert die Beantragung etc.
      Vielen Dank, dass Sie praktisch gezeigt haben, wie es laufen kann.
      Kurze Anmerkung:
      Sie schreiben unter Zusammenfassende Meldung für Amazon KDP, Sie hätten im April 2020 die zusammengefasste Meldung für 2020 getätigt. Meinen Sie 2019?

      „Was ist zu tun?

      Viel zu tun gibt es hier nicht. Unter elster.de einloggen -> „Formulare & Leistungen“ -> „Alle Formulare“ nach „Zusammenfassende Meldung“ Filtern und dann auswählen. Dann die Umsatzsteuer-ID und das Steuerjahr der Meldung eintragen. Wir haben die Zusammenfassende Meldung am 11.04.2020 für das komplette Kalenderjahr 2020 gemacht.“

      Viele Grüße
      M.S.

      • Matthias

        Hallo Marc,
        Danke für deinen Kommentar. Da hast recht. Die Themen waren bei uns zu einem anderen Zeitpunkt im Jahr und nicht bei der eigentlichen Steuererklärung fällig. Darüber werden wir einen separaten Artikel schreiben. Danke für die Idee dazu. Hast du deine Erklärung schon gemacht?

        Die entsprechende Stelle mit dem Meldejahr (2019 statt 2020) habe ich eben im Text ausgebessert.

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